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Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon joépa » Sonntag 15. November 2009, 11:35

@NellyFranz: Eine sehr gute Darstellung - danke!

NellyFranz hat geschrieben:aber die Kunst darf die Provokation nicht fürchten.

Das finde ich absolut richtig. Hängt auch eng mit dem Ziel "gefallen zu wollen" zusammen, was ja ein natürliches menschliches Bedürfnis ist. Wer riskiert, nicht zu gefallen, wird sehr direkt auf sich selbst zurückgeworfen. Das ist ein ziemlich unbequemer Weg.

Dennis58 hat geschrieben:Insofern ist es wieder das Wort das Inhalte transportiert und weniger das Bild als solches - mal ganz pragmatisch ausgedrückt.

Stimmt, das Bild ist eben auch Bühne des Wissens um seine Geschichte.

Leviathan hat geschrieben:... dafür sorgen dürfte, daß ein Nachweis sehr, sehr schwierig wird. Kurzum, ich bezweifele, daß man die "zugesicherte Eigenschaft" im Nachhinein überhaupt beweisen könnte.

Das ist eine wichtige Information. Ich denke mal, dass man das so formulieren muss, dass das Blut eines HIV-positiven Spenders verwendet wird und eben keine Aussage darüber getroffen wird in welcher Konzentration, Nachweisbarkeit oder Qualität das im Bild enthalten ist oder seinen Niederschlag findet.

Leviathan hat geschrieben:Ich finde aber schon, man sollte authentisch bleiben und auch echtes Blut Infizierter verwenden.

Finde ich auch! "Echt" oder "nicht echt" ist im Übrigen auch ein sehr spannendes Thema, denn wir bewegen uns innerhalb der Bilderwelten, die uns begegnen längst in Bereichen, die es unmöglich machen, zwischen dem was echt ist und dem was nicht echt ist zu unterscheiden.
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon FranzRudolf » Sonntag 15. November 2009, 15:52

Lieber Leviathan
Nachdem du uns mit deinen Hinweisen auf alte Filme (W.C. Fields etc.) schon viel Freude gemacht hast, drängt sich mir eine Frage auf, die mich schon seit einiger Zeit beschäftigt.
Auf welchem Stuhl sitzt du, wenn du die alten Filme ansiehst? Hast du etwa in deinem Wohnzimmer einen oder mehrere alte Kino-Klappstühle? (Es wäre ja keine Schande)

    Bild Bild
:pleasantsurprise:
Als es in meinem Geburtsort noch "Lichtspiele" (=Kino) gab, ging ich Anfang der sechziger Jahre mit meiner Großmutter öfters dort hin. Die Dame, welche die Karten ausgab, räucherte den Kinosaal, vor Vorstellungsbeginn, immer mit Tannennadel-Spray aus. Auf der Türe zum Büro der Kinobesitzerin stand das Wort „Direktion“ und auf der Türe zum Technik-Raum war das Wort „Operateur“ zu lesen. Beide Wörter beeindruckten uns Kinder sehr. Auch die Filmplakate fanden wir wahnsinnig international. Das Kino war im Stil der fünfziger Jahre eingerichtet, also ganz chic. Ich erinnere mich, dass damals die Kinogänger besser bekleidet waren. Der Kinobesuch war ein Ereignis, auf das man sich freute.

Nimm mir meine Frage nicht übel - FranzRudolf
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon Leviathan » Sonntag 15. November 2009, 18:03

NellyFranz hat geschrieben:Auf welchem Stuhl sitzt du, wenn du die alten Filme ansiehst? Hast du etwa in deinem Wohnzimmer einen oder mehrere alte Kino-Klappstühle? (Es wäre ja keine Schande)


Stuhl? Das habe ich vor allem morgens nach dem Frühstück... :grin:

Wenn ich Filme schaue, liege ich dabei im Bett und nutze PC und Monitor als Abspielgerät...das hat manchmal zur Folge, daß ich Filme zweimal hintereinander schauen muß, falls ich zwischendurch mal einschlafe, weil's vorher beispielsweise ein üppiges Mahl gab. :laugh:

joépa hat geschrieben:Ich denke mal, dass man das so formulieren muss, dass das Blut eines HIV-positiven Spenders verwendet wird und eben keine Aussage darüber getroffen wird in welcher Konzentration, Nachweisbarkeit oder Qualität das im Bild enthalten ist oder seinen Niederschlag findet.


Man könnte also gleichzeitig ein wenig Aufklärung betreiben und darstellen, daß man bei erfolgreicher Therapie eben nicht die noch in vielen Köpfen vorherrschende "Biowaffe" oder "Virenschleuder" ist. Das mag jetzt vielleicht für manchen Betrachter ein wenig den speziellen Thrill nehmen, den man bei einem mit Blut HIV-Positiver gemalten Bild verbindet, würde diese aber auf den Boden der Realität führen.

Vor meiner Diagnose im Frühjahr letzen Jahres war ich was die Therapiemöglichkeiten und -erfolge angeht übrigens ähnlich ahnungslos wie wohl die Mehrheit der Bevölkerung. Ich wusste zwar, daß HIV nicht mehr das kurzfristige Todesurteil ist und mitllerweile eher einer chronischen Krankheit gleichkommt, aber Viruslast war doch eher ein Fremdwort für mich. Na ja, ich interessiere mich meist erst intensiv für etwas, wenn es mich selbst betrifft. Beim Rest finde ich dann aber schnell raus, wo ich's nachschlagen kann... :happy:

Also falls es bei der Aktion vor Ort eine begelitende Broschüre o.ä gibt, könnte man das ggf. erwähnen. Und online sollte es eh kein Problem sein, diese Info vielleicht mit Links zu entsprechenden Webseiten einzubauen.
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon michèle m » Sonntag 15. November 2009, 18:07

Leviathan hat geschrieben:Also falls es bei der Aktion vor Ort eine begelitende Broschüre o.ä gibt, könnte man das ggf. erwähnen. Und online sollte es eh kein Problem sein, diese Info vielleicht mit Links zu entsprechenden Webseiten einzubauen.

und falls es gewünscht sei, ich sitze an der quelle zu den infos...
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon joépa » Samstag 21. November 2009, 14:20

Hallo zusammen,

hier ein kurzes Update aus künstlerischen Sphären: Der Termin für Berlin (ursprünglich 28.11./01.12.2009) ist verschoben!

Ich hatte ja schön öfters die Paragraphen erwähnt, aber was nun aufgetaucht ist, ist juristisch höchst relevant und in seiner Wirkung für das Projekt ziemlich maßgeblich. Das Zauberwort heißt Infektionsschutzgesetz (IfSG) und regelt in Deutschland den Umgang mit Krankheitserregern. Ich wurde durch einen Arzt darauf aufmerksam gemacht und einige Gespräche mit dem örtlichen Gesundheitsamt in Berlin schafften Klarheit.

Das Malen eines Bildes mit HIV-infiziertem Blut fällt unter den Sachverhalt des "Arbeitens mit Krankheitserregern", das heißt, dass das Infektionsschutzgesetz Anwendung findet. Demzufolge ist eine Genehmigung erforderlich (IfSG §44). Und weiter: Diese Genehmigung erhält man nur, wenn man die "erforderliche Sachkenntnis" im Umgang mit Krankheitserregern nachweisen kann und dies geschieht durch ein abgeschlossenes medizinisches oder naturwissenschaftliches Hochschulstudium, sowie mindestens zweijährige entsprechende hauptberufliche Tätigkeit (IfSG §47). Da ich kein Arzt bin war damit schnell klar, dass die Aktion in der geplanten Form in Deutschland nicht realisierbar ist (in anderen Ländern dürfte es aller Vermutung nach ähnlich gelagert sein – was natürlich noch zu prüfen bleibt). Erstaunlich, dass dieses Gesetz in meinen wochen- und monatelangen Vorbereitungen und Recherchen niemals Erwähnung fand. Und ich habe Hunderte von Gesprächen geführt mit Experten aus allen Bereichen.

Nun kommt Plan B zum Zug, der vorsieht, dass ich das Blut zur Inaktivierung der Viren behandeln lasse, bevor ich damit beginne zu arbeiten und das Bild erstelle. Damit wären keine aktiven Krankheitserreger im Blut vorhanden und somit das Infektionsschutzgesetz nicht angesprochen. Ich lasse gerade prüfen, wie das Blut behandelt werden kann um diese Inaktivierung sicherzustellen (Strahlung, Hitze etc.).

Ich werde das Projekt nun so handhaben, dass ich parallel für alle Städte (Berlin, Wien, Zürich etc.) mit den Vorbereitungen beginne und die Realisierung loslöse von festgesetzten Terminen. Das Land bzw. diejenige Stadt wird den Zuschlag für die Premiere erhalten, in der ich
[1] alle rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen habe, sowie
[2] einen oder mehrere HIV-positive Spender und
[3] einen Arzt gefunden habe, die die Aktion unterstützen und begleiten sowie
[4] ein Labor, das die Behandlung der Blutprobe vornehmen kann.
Außerdem muss natürlich
[5] die Hilfsorganisation feststehen zu deren Gunsten das Projekt realisiert wird, sowie
[6] eine Kunstgalerie gefunden sein, die helfen kann die Versteigerung zum Erfolg zu führen.

Damit entsteht auch so etwas wie ein kleines Wettrennen der einzelnen Städte, was ich ganz spannend finde, denn es belohnt das Land für sein Engagement, in dem ich mit dieser Idee die meiste Unterstützung erfahren werde. Berlin hat nun einen Vorsprung, aber vielleicht wird Wien oder Zürich bald aufgeholt haben?

Hier gibt es die Chronologie der Ereignisse:
http://www.liebeundtod.de/de/news.html

Ich werde weiter berichten. Einstweilen viele Grüße in die Runde!
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon Dennis60 » Samstag 21. November 2009, 14:32

Ungeachtet der Tsache das es Sinn macht, laß ich dennoch mal ein kräftg deftiges LOL vom Stapel, eingedenk der Tatsache das es Ärzte gibt die entweder Abwesend waren als das Infektionsschutzgesetz in aller Ausführlichkeit besprochen wurde oder derart traumatsiert wurden das sie in völliger Panik die Schutzmaßnahmen derart überziehen das die Behandlung eines HIV Positiven einer Diskriminierung gleichkommt.

Ich bin mal gespannt wie sich Dein Projekt weiterentwickelt. Auf alle Fälle viel Glück und das Du sowenig Abstriche an deinem ursprünglichen Plan machen mußt wie unbedingt nötig.
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon Leviathan » Samstag 21. November 2009, 15:16

Ha, ha...da wiehert der Amtsschimmel aber gewaltig. Ich glaube, bei der Umschreibung des Bundesseuchengesetzes ins Infektionsschutzgesetz hatte keiner derlei Kunstaktionen vorausgesehen.

joépa hat geschrieben:Das Malen eines Bildes mit HIV-infiziertem Blut fällt unter den Sachverhalt des "Arbeitens mit Krankheitserregern", das heißt, dass das Infektionsschutzgesetz Anwendung findet.


Ist es wirklich arbeiten im Sinne des Gesetzes? Hat das mal ein Jurist geprüft?

Ansonsten hilft ggf. noch §46 weiter:

§ 46 Tätigkeit unter Aufsicht
Der Erlaubnis nach § 44 bedarf nicht, wer unter Aufsicht desjenigen, der eine Erlaubnis besitzt oder nach § 45 keiner Erlaubnis bedarf, tätig ist.


Falls du eine derartige Person für dein Projekt gewinnen kannst, die dich dann entsprechend beaufsichtigt, dann bedarfst du selbst der Erlaubnis nicht.

Ansonsten auch mal bei der zuständigen Behörde anfragen, was diese zum Thema zu sagen hat bzw. ob wirklich eine entsprechende Erlaubnis einzuholen ist. Welche das ist, kann dir die Landesregierung bzw. deren Pressesprecher sicherlich sagen:

§ 54 Benennung der Behörde
Die Landesregierungen bestimmen durch Rechtsverordnung die zuständigen Behörden im Sinne dieses Gesetzes, soweit eine landesrechtliche Regelung nicht besteht. Sie können ferner darin bestimmen, dass nach diesem Gesetz der obersten Landesgesundheitsbehörde oder der für die Kriegsopferversorgung zuständigen obersten Landesbehörde zugewiesene Aufgaben ganz oder im Einzelnen von einer diesen jeweils nachgeordneten Landesbehörde wahrgenommen werden und dass auf die Wahrnehmung von Zustimmungsvorbehalten der obersten Landesbehörden nach diesem Gesetz verzichtet wird.


Das heißt dann aber für Deutschland auch, daß man jede Landesbehörde kontaktieren müsste, falls die Aktion in mehreren Bundesländern stattfinden soll.

Für Niederbayern wird z.B. in einem Merkblatt dazu folgendes ausgeführt:

Erlaubnispflicht besteht immer dann, wenn Krankheitserreger von hoher Gefährlichkeit, hohem Verbreitungsgrad und hoher öffentlicher und gesundheitspolitischer Bedeutung mittels einer auf den spezifischen Nachweis solcher Erreger gerichteten Anzucht zum Zweck der Feststellung einer Infektion oder übertragbaren Krankheit nachgewiesen werden oder zu anderen Zwecken
angezüchtet und vermehrt werden.


Du willst HIV ja weder anzüchten noch vermehren, was natürlich im Umkehrschluß nicht heißt, daß dies keine Erlaubnispflicht nach sich zieht.
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon joépa » Samstag 21. November 2009, 16:00

Leviathan hat geschrieben:Ist es wirklich arbeiten im Sinne des Gesetzes? Hat das mal ein Jurist geprüft?

Also die Juristen, die ich gesprochen habe und auch die zuständige Ärztin im Gesundheitsamt Berlin haben das so gesehen. Mit Blick auf das Gesetz erscheint es mir auch nachvollziehbar, dass die Handhabung des infizierten Blutes beim Malen einem Arbeitsprozess gleichkommt und dessen Risiken birgt, auch wenn ich nicht vorhabe, die Viren zu vermehren.

Leviathan hat geschrieben:Falls du eine derartige Person für dein Projekt gewinnen kannst, die dich dann entsprechend beaufsichtigt, dann bedarfst du selbst der Erlaubnis nicht.

Das ist richtig. Alle Gespräche mit Labors und Ärzten, die ich geführt habe, geben jedoch wenig Hoffnung, dass sich da jemand findet. Es hieß unisono "Das ist uns zu heiß." oder "Warum sollten wir das machen, was haben wir davon?" etc. ... es wurden da auch noch andere Vorschriften und Gesetze genannt, die im Umgang mit "biologischen Arbeitsstoffen" zum Tragen kommen.

Leviathan hat geschrieben:Das heißt dann aber für Deutschland auch, daß man jede Landesbehörde kontaktieren müsste, falls die Aktion in mehreren Bundesländern stattfinden soll.

Ja, das stimmt, die Umsetzung des Gesetzes ist Ländersache. Ich werde aber nur in Berlin sein, insofern ist dann das dem Stadtteil (in dem die Aktion stattfindet) zugeordnete Gesundheitsamt zuständig.
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon Frans-von-Hahn » Samstag 21. November 2009, 16:32

Man steckt niemand mit Insektenstichen, durch den alltäglichen Kontakt mit infizierten Personen in Familie und Beruf wie z.B. Anhusten, Berühren, Umarmen oder über die Benutzung gleicher Gläser oder Eßbesteck, Türklinken, Telefone, Handtücher, Toiletten oder Friseurscheren in Sauna oder Schwimmbad an.

Man kann niemand anstecken, mit Blut das außerhalb des Körpers ist:

Die HIV-Erreger sind an der Luft nur sehr kurz lebensfähig (ca. 1,5 Minuten).

Wenn ich gewusst hätte, dass das Thema so heiß ist, hätte ich meine von Nasenbluten verzierten Taschentücher nicht fahrlässig im Hausmüll entsorgt, sondern sie eingerahmt.

Wenn ich dieses juristische BlaBla lese, bekomme ich Lust die Taschentücher zusammen mit meinen gebrauchten Kanülen und Spritzen in eine Kiste zu packen. Mit dieser sollte ich dann am besten zum Recyclinghof fahren und um eine fachgerechte Entsorgung bitten.

P.S. Morgen ist wieder Spritzentag. Gibt es ein Hausmittel, dass man Blut beimischen kann, damit es nicht gerinnt ? Eine Kalligraphiefeder habe ich noch.
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon joépa » Samstag 21. November 2009, 17:11

Frans-von-Hahn hat geschrieben:Die HIV-Erreger sind an der Luft nur sehr kurz lebensfähig (ca. 1,5 Minuten).

Das stimmt in der Regel und eine praktische Ansteckungsgefahr geht bei normaler Handhabung vom fertigen Bild auch nicht aus (obwohl – ich zitiere das Robert-Koch-Institut – es so ist: "... eingebettet in Proteine kann HIV bei Zimmertemperatur über einige Wochen infektiös bleiben ...").

Die Hauptschwierigkeit liegt in dem, was im Zeitraum zwischen der Blutspende bis zum Trocknen des Bildes passiert. Zunächst ist es ja so, dass der Spender wahrscheinlich anonym bleiben möchte, das heißt die Blutabnahme müsste beim HIV-Schwerpunktarzt stattfinden. Wenn der dann nicht gerade bereit ist, die Aktion in seiner Praxis durchzuführen, müsste die Blutprobe zu dem Ort gebracht werden, wo das Bild gemalt wird (allein dieser Transport ist schon wieder eine Geschichte wert, denn wenn es sich um wissentlich infiziertes Material handelt, muss es in einer Sicherheitsverpackung transportiert werden mit entsprechendem Label - so sagte mir das ein Bluttransportdienst). Eingetroffen am Ort des Geschehens und dem begonnenen "Arbeitsprozess" beginnt dann das o.g. Thema mit Genehmigung laut Infektionsschutzgesetz ....

Ich kann mir vorstellen, dass sich das alles hier für einen HIV-Positiven äußerst befremdlich liest. Für mich ist es auch ein ganz eigenartiges Gefühl. Man soll sich angemessen und normal verhalten, eingekesselt von Warnungen und Ermahnungen.

Frans-von-Hahn hat geschrieben:Gibt es ein Hausmittel, dass man Blut beimischen kann, damit es nicht gerinnt ? Eine Kalligraphiefeder habe ich noch.

Ich glaube Citronensäure und ihre Salze (Citrate) verhindern die Blutgerinnung, ob es allerdings reicht, 'ne Zitrone auszuquetschen käme auf einen Versuch an.
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