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Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon joépa » Samstag 14. November 2009, 22:33

Habe ein wenig in GOOGLE herumgestöbert. Da gibt es diverse Beispiele, in denen Blutproben einfach per Post mit Luftpolsterumschlag verschickt werden. Ich halte es allerdings gut für möglich, dass es einen Unterschied macht, ob die Probe nur potenziell HIV enthält (bei vielen Blutproben könnte das der Fall sein) oder ob es sicher so ist, man also wissend agiert. Einen Vorteil hätte ich mit der Aktion in meinem speziellen Fall: das Blut muss nicht gekühlt werden – biochemischer Zustand bei Eintreffen wäre sozusagen egal.

Ich werde mal am Montag mit Labors in Berlin telefonieren, um die Transportfrage zu beleuchten. Vielleicht gibt es eine clevere Möglichkeit, vielleicht steht da auch ein Schild drauf: "Willkommen im Paragraphenwald". Mal sehen - ich werde berichten.

Institutionen in Berlin sind auch schon angesprochen worden, teilweise liegen auch schon Zettel für die Suche nach einem Spender (oder mehreren) aus. Bisher allerdings noch keine "+" Meldung.

michèle m hat geschrieben:aber wenn du mal in die schweiz kommst, lass es mich wissen

Sehr gern - Zürich steht wahrscheinlich im Sommer 2010 an. Entweder vor oder nach Wien (ab 17. Juli 2010 = Life Ball) und Welt-Aids-Konferenz (18.–23. Juli 2010). Danke für das Angebot, finde ich klasse!
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon Dennis60 » Sonntag 15. November 2009, 00:21

hm . . . hm und noch mal hm . . . .

das möglicherweise ein paragraphendschungel bzgl der verwendung von mit hiv infiziertem blut ein brick in the wall sein könnte der das entstehen deines bildes - deiner bilder verhindern könnte, ist durchaus möglich. wenn nicht dann wird der einfallsreichtum der sesselpupser unlimited sein um eine entscheidung " für die verwendung" hinauszuziehen möglicherweise bis zum st. nimmerleinstag.

das Blut muss nicht gekühlt werden – biochemischer Zustand bei Eintreffen wäre sozusagen egal.

bei diesem wort kommt mir die kreation - kombination einer knallcharge im april dieses jahres in den sinn


Der SPD-Bundestagsabgeordneten Siegmund Ehrmann wird von der BILD-Zeitung (Ausgabe 17.04.2009) im Zusammenhang mit der Verhaftung einer Sängerin zitiert mit der Aussage

„Wenn jemand seinen Körper als Bio-Waffe einsetzt, ist umfassende Berichterstattung ein dringendes öffentliches Anliegen und wichtiger als die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen.” quelle - http://www.ondamaris.de/?p=9662
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/si ... waffe-hiv/

es ist die angst die mit dem HIVirus in den köpfe assoziiert wird, es sind die tabus und Moralische Kodici die mit HIV in Verbindung gebracht werden. Und nun darf gelacht werden . . . der hivirus is n witz im vergleich zum HEP C Virus und der nicht heilbaren hepatitis c. 70.000 hiv Infizierte stehen mittlerweile ca 600.000 HEP C infizerten Pesonen in Deutschland gegenüber . . .

insofern - narre die menschen - halte ihnen einen spiegel vor. was zählt ist das bild - ist die idee. insofern - warum kein blut nehmen das frei von alle krankheitserregern ist und . . . . . "verkaufe" das bild als ein mit hiv infiziertem blut gemaltes bild. sollte dann jemand dir böses wollen - und dir wegen der verwendungung von einer hochinfektiösen todesbringenden substanz einen strick daras ziehen wollen . .fein dann darf er natürlich das getrocknete blut untersuchen lassen. guess who ist der genasführte dann . . . . . . . .

ob dein bild mit hiv infiziertem blut oder mit nicht hiv infiziertem blut gemalt ist - was zählt ist deine IDEE.

es würde auch was das ganze generbinformationsdöns betrifft vereinfachen. mein blut gehört mir. wenn sich jemand einverstanden erklärt die n paar ml sauberes blut zu schenken dann ist das dessen freie entscheidung. das blut ist ein teil eines jeden menschen und jeder mensch hat das recht über sich - sein blut zu verfügen - insbesondere dann wenn es frei von krankheitserregern ist.

genau davon profitiert das drk. blutspenden ist ja ein millionen euro business geworden . . . .
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon joépa » Sonntag 15. November 2009, 00:44

Dennis58 hat geschrieben:insofern - warum kein blut nehmen das frei von alle krankheitserregern ist und . . . . . "verkaufe" das bild als ein mit hiv infiziertem blut gemaltes bild.

Das mögen die Paragraphen gar nicht. Ihr werdet lachen aber ich habe noch einen auf Lager, der ist wirklich gut: Wenn ein Bild, das vorgegeben wird mit HIV-infiziertem Blut gemalt zu sein das Virus später nicht enthält (ob inaktiviert oder nicht), dann fehlt diesem Gegenstand eine sog. "zugesicherte Eigenschaft", die für den Käufer möglicherweise wertbildend gewesen sein könnte auf Grund von Einmaligkeit etc. Das wäre dann rein juristisch betrachtet Betrug. Olé - ich sage ja, ich könnte Geschichten erzählen.

Wie sich das mit einer Virenkonzentration verhält, die unterhalb der Nachweisgrenze ist, weiß ich gar nicht .... das wäre auch mal spannend. Oder heißt das nur so und ist eigentlich doch nachweisbar?

Dennis58 hat geschrieben:ob dein bild mit hiv infiziertem blut oder mit nicht hiv infiziertem blut gemalt ist - was zählt ist deine IDEE.

Das ist absolut richtig. Allerdings macht es schon einen Unterschied im Sinne von Authentizität, Echtheit, Energie.

Es bleibt spannend. Ich glaube es ist Teil der Aktion, kompliziert zu sein. Meist lösen sich solche Dinge dann unvermittelt auf. Irgendwo muss ja der Gegenpol zum Tragen kommen. Im Grunde ist es ja einfach --- ich komme nach Berlin und male ein Bild!
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon FranzRudolf » Sonntag 15. November 2009, 01:39

@joépa
Die Themen HIV, AIDS und Tod empfindet die vornehme und angepasste Gesellschaft als unangenehm und spricht nicht gerne darüber. Wendet man sich in Angelegenheiten HIV oder AIDS an einen Politiker, dann kommt man in der Regel selten einen Termin und wird meistens mit faulen Ausreden wie nachfolgend, abgewimmelt: Der Herr Abgeordnete sei krank und außerdem nächste Woche auf Dienstreise und hernach auf Urlaub, leider. Rufen sie später nochmals an, hört man selten, denn man könnte ja die Unverfrorenheit besitzen und wirklich nochmals anrufen. Ich habe das schon mehrmals schriftlich und mündlich ausgetestet, da ich es genieße, miese Typen zu provozieren.
Auch viele Künstler machen um die Themen HIV und AIDS einen großen Bogen, da sie mit solchen Themen bei den Reichen und Mächtigen nicht reüssieren können. Kein Politiker kann mit einem HIV-positiven Menschen oder gar mit einem AIDS-Kranken eine Wahl gewinnen. Weiter kann man ihnen in der Regel kein Geld abnehmen, da sie meistens arm sind oder gar am Existenzminimum leben. Außerdem will sich kaum ein Künstler dem Verdacht aussetzten, selbst infiziert zu sein oder mit solchen Personen in Kontakt zu stehen. Was in der bildenden Kunst wie Malerei, Bildhauerei, Design finanziell punktet, das sind Porträts mächtiger Männer und Frauen, nackte Weiber, schöne Landschaften und berühmte Gebäude, sinnlose oder doofe Formen etc. Eventuell ziehen noch Blumen und Tiere. Hernach ist Funkstille, dann beginnen die Tabuzonen. Tabuzonen wie HIV, AIDS, Tod kann ein Künstler für sich privat ausloten, wenn er will, aber die Kasse füllen diese Themen nicht. Ja, vielleicht wenn Prominente wie Freddie Mercury oder Rudolf Nurejew im Mittelpunkt stehen. Die vielen Aids-Kranken, die weder reich noch prominent sind, die interessieren niemand und auch kaum einen Künstler. Den Beweis sehen wir täglich tausend Mal.

Dass nunmehr ein Künstler die Themen Tod, Liebe, HIV und AIDS zum Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit macht, ist erfreulich und ehrt dich. Ich denke, entscheiden für den Wert eines Werks ist die leichte Erkennbarkeit der beabsichtigten Botschaft. In diesem Punkt muss sich ein Künstler etwas überlegt haben und treffsicher sein. Alles andere geht ins Leere. Die Fragen: Was ist meine zentrale Botschaft, wie kann ich diese dem Betrachter am besten vermitteln, darf ein Künstler nicht unbeantwortet lassen. Die Interpretation eines Werks dem Betrachter zu überlassen, ist riskant. Natürlich kann es sein, dass ein oberflächlicher Betrachter die beabsichtigte Botschaft nicht versteht oder verdrängt. Das mindert aber nicht den Wert einer Arbeit. Welche Botschaften wären im Zusammenhang mit HIV wichtig? Nun da fallen mir einige ein:

  • Keine Verdrängung von HIV-Infizierten am Arbeitsplatz
  • Gleichberechtigung von infizierten und nicht infizierten Personen bei der Vermittlung von Arbeit (derzeit werden in Ö infizierte Personen nicht oder nur in untergeordnete Pflegjobs vermittelt).
  • Keine Benachteiligung infizierter Personen bei ärztlichen Behandlungen
  • Keine Vorenthaltung lebensnotwendiger Medikamente (bei Migranten und in vielen Staaten vielfach der Fall).
  • Förderung der Toleranz gegenüber HIV-Infizierten Personen
  • Viele Botschaften wären noch zu nennen
Art, Technik und Material des verwendeten Ausdrucksmittels sind meines Erachtens nicht so wichtig. Die Botschaft ist wichtig. Ein Künstler wird jenes Mittel wählen, das er für seine Botschaft für am geeignetsten hält. Ob die Verwendung von Blut zwingend notwendig ist und die Ausdruckskraft wesentlich steigert, kann ich so schnell nicht beurteilen. Das müsste ich mir länger überlegen. Ob ein Nichtinfizierter die Dramatik von HIV/AIDS überhaupt hinreichen darstellen kann, ist für mich fraglich. Ein guter Künstler, der das Thema in sich reifen lässt, sich im Kreis Infizierter aufhält, mag das vielleicht irgendwann schaffen. Sicher bin ich mir nicht. Mir kommt oft vor, dass zwischen Infizierten und Nichtinfizierten eine unsichtbare und unüberwindliche Mauer steht. Diese Mauer kann nur der Tod einreißen.

Dein erster Entwurf gefällt mir gut. Er ist einfach und ausdrucksvoll. Mehr ist, so glaube ich , nicht notwendig.

Bild

Als sehr abstoßend fand ich seinerzeit das Benetton-Bild mit dem Gesicht eines sterbenden Aidskranken. Damals wusste ich von meiner Infektion noch nichts. Die Botschaft dieses Bildes verstand ich aber sehr wohl. Ich habe sie aber verdrängt, da ich jung und leichtsinnig war. Gegen die Kraft überschießender Hormone ist halt kein Kraut gewachsen. Heute als Infizierter, der mehrere Freunde durch HIV/AIDS verloren hat und dem das Aids-Schicksal, dank des medizinischen Fortschritts, erspart blieb, denke ich ganz anders über dieses Benetton-Bild. Heute finde ich dieses Bild sehr treffend und berührend. Die traurigen und eingefallenen Augen des dargestellten Kranken habe ich noch heute vor mir.
Auch ein zweites Benetton-Bild, das einen Hintern zeigt, auf dem die Buchstaben H.I.V tätowiert sind, spricht Bände. Eine Tätowierung und ähnliche Maßnahmen wurden von Politikern einst überlegt. Klarerweise sind beide Bilder für die Augen der Normalbürger schwer verdaulich, aber die Kunst darf die Provokation nicht fürchten. Anderenfalls ist sie nicht Kunst, sondern verdorbener Brei. Ich denke Kunst kann nicht jedem gefallen. Das ist das Schicksal aller edlen Dinge, Wesen und Zustände.

Bild

Dein letzter Entwurf gefällt mir persönlich recht gut. Insider werden verstehen was du meinst.

Falls du dein Werk auch in Wien zeigst, würde mich das als Wiener sehr freuen. Hoffentlich wird das etwas. Was ich schrieb, habe ich aus meiner Sicht und Erfahrung geschrieben. Es muss nicht richtig sein, aber ich sehe die Dinge eben so.
Machs gut, du Künstler.

VlG FranzRudolf
Zuletzt geändert von FranzRudolf am Sonntag 15. November 2009, 09:46, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon Dennis60 » Sonntag 15. November 2009, 03:26

@nellyFranz

Als sehr abstoßend fand ich seinerzeit das Benetton-Bild mit dem Gesicht eines sterbenden Aidskranken.

Du weißt aber schon das "Die Grablegung Christi" von Caravaggio Toscani als Vorlage - Idee diente und seine Umsetzung ist?

http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/dokumentation/jahrbuch/2003/bibliotheca_hertziana/forschungsSchwerpunkt/abbildung3.jpg

Diese Scene erinnert an eine Pieta des 17 Jahrhunderts , mit senem ausgemergelten, blutleeren Gesicht . . . . . .wirkt der Kranke wie ein sterbender Christus. ZitatLorella PAgnucco Salvemini - Toscani Die Werbekampagnen for benetton 1984 - 2000

In diesem Buch hat Toscani seine Ideen zu den "Aufnahmen für Benneton" erklärt. Er hatim grunde geommen Benetton auf seine eigene bestimmte weise benutzt um auf das was ihm wichtig war mit dem Mittel der Fotografie hinzuweisen.

@Joepa
Ja der Aspekt des Betruges und der Authentizität, der Echtheit, kam mir auch in den SInn. Insofern ist es wieder das Wort das Inhalte transportiert und weniger das Bild als solches - mal ganz pragmatisch ausgedrückt.

ich meine Jeder kann n Pfund Butter in ne Ecke schmeißen . . .doch nur Beuys bekommt dafür n paar zihtausende. Der Rest ne Rechnung von der städt Reinigung . . . :mrgreen: .
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon FranzRudolf » Sonntag 15. November 2009, 08:42

Dennis schrieb:
Du weißt aber schon das "Die Grablegung Christi" von Caravaggio Toscani als Vorlage - Idee diente und seine Umsetzung ist?

Nein, das wusste ich nicht. Danke für die Info. Das Bild ist an Dramatik nicht zu überbieten. Ich habe solche Szenen persönlich erlebt.

Die Macht der Bilder: http://www.uibk.ac.at/kunstgeschichte/p ... finger.pdf
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon Leviathan » Sonntag 15. November 2009, 09:26

joépa hat geschrieben:Das mögen die Paragraphen gar nicht. Ihr werdet lachen aber ich habe noch einen auf Lager, der ist wirklich gut: Wenn ein Bild, das vorgegeben wird mit HIV-infiziertem Blut gemalt zu sein das Virus später nicht enthält (ob inaktiviert oder nicht), dann fehlt diesem Gegenstand eine sog. "zugesicherte Eigenschaft", die für den Käufer möglicherweise wertbildend gewesen sein könnte auf Grund von Einmaligkeit etc. Das wäre dann rein juristisch betrachtet Betrug. Olé - ich sage ja, ich könnte Geschichten erzählen.

Wie sich das mit einer Virenkonzentration verhält, die unterhalb der Nachweisgrenze ist, weiß ich gar nicht .... das wäre auch mal spannend. Oder heißt das nur so und ist eigentlich doch nachweisbar?


Momentan liegt die Nachweisgrenze bei den standardmäßig angewandten PCR-Nachweisen bei den meisten Labors bei rund 20 Viruskopien/ml Blut.
Es kann sein, daß es im Forschungsbereich noch sensitivere PCR-Varianten gibt, die dann aber entsprechend teurer in der Durchführung sind. Zu berücksichtigen ist aber auch die statistische Streuungsbreite des Analyseverfahrens. Die Aussage 21 Viruskopien/ml Blut ist eigentlich immer mit einem +/- X zu versehen. Das macht sich bei Analysezetteln aber immer nicht so gut, weshalb diese Informationen bei keinem Analyswert auftauchen.

Da du dein Bild aber autoklavieren willst, dürfte die RNA (aus einzeln im Blut vorhandenen Viren) bzw. die DNA (der Zellen, die u.U. provirale DNA enthalten) sowieso erheblich denaturiert sein, was zusammen mit der Verdünnung durch Tusche und ggf. Lösungsmittel (welches ggf. auch denaturierend wirkt, wenn's Alkohol, Aceton o.ä. ist) dafür sorgen dürfte, daß ein Nachweis sehr, sehr schwierig wird. Kurzum, ich bezweifele, daß man die "zugesicherte Eigenschaft" im Nachhinein überhaupt beweisen könnte.

Ich finde aber schon, man sollte authentisch bleiben und auch echtes Blut Infizierter verwenden. Die andere Aktion kann man Herrn Wallraff o.a. überlassen. :laugh:
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon Dennis60 » Sonntag 15. November 2009, 09:31

NellyFranz hat geschrieben:Dennis schrieb:
Du weißt aber schon das "Die Grablegung Christi" von Caravaggio Toscani als Vorlage - Idee diente und seine Umsetzung ist?

Nein, das wusste ich nicht. Danke für die Info. Das Bild ist an Dramatik nicht zu überbieten. Ich habe solche Szenen persönlich erlebt.

Die Macht der Bilder: http://www.uibk.ac.at/kunstgeschichte/p ... finger.pdf


Ich weiß wovon Du sprichst. Solche Situationen bringern Anderes zutage als die Kunst von Caravaggio oder Grablegung Christi.
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon Dennis60 » Sonntag 15. November 2009, 09:50

Dennis58 hat geschrieben:
NellyFranz hat geschrieben:Dennis schrieb:
Du weißt aber schon das "Die Grablegung Christi" von Caravaggio Toscani als Vorlage - Idee diente und seine Umsetzung ist?

Nein, das wusste ich nicht. Danke für die Info. Das Bild ist an Dramatik nicht zu überbieten. Ich habe solche Szenen persönlich erlebt.

Die Macht der Bilder: http://www.uibk.ac.at/kunstgeschichte/p ... finger.pdf


Ich weiß wovon Du sprichst. Solche Situationen bringern Anderes zutage als die Kunst von Caravaggio oder Grablegung Christi.




Provokation darf die Kunst nicht fürchten. Anderenfalls ist sie nicht Kunst, sondern verdorbener Brei.


Da stimme ich dir 200 %. Es ist immer eine Gratwanderung zwischen Provokation und der Vorsicht nicht in alte bestehende Bilder zu verfallen . . . .

Eine Symbiose zwischen dem "Schrecken" einerseits und das es möglich ist den Schrecken der sich bei vielen mit einer Krankheit wie z.b. HIV verbindet als Alltag zu transportieren in dem Sinn von Weiji - Krise, Wei ist die Gefahr, Bedrohugn und Ji wichtiger Zeitpunkt, Chance.
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon Leviathan » Sonntag 15. November 2009, 10:08

NellyFranz hat geschrieben:Die Macht der Bilder: http://www.uibk.ac.at/kunstgeschichte/p ... finger.pdf


Weil in dem PDF von Pygmalion die Rede ist, bietet mir das eine prima Gelegenheit, auf die Macht der laufenden Bilder (aka Film) hinzuweisen.
In Mad Love von 1935 findet sich der Pygmalion/Galatea-Mythos als Subplot wieder und Peter Lorre rezitiert als verrückter, liebeskranker Arzt Elizabeth Barrett Brownings Sonnets From the Portuguese.

Bild

Den ganzen Film gibt's in mehrere Teile zerlegt auch im Netz zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=2E87ISrsZ1Y
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