Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

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Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon joépa » Freitag 13. November 2009, 16:39

Hallo zusammen,

ich möchte gern eine künstlerische Aktion vorstellen und zur Diskussion stellen, die ich zugunsten der Deutschen AIDS-Stiftung am 28.11. und 1.12.2009 in Berlin verwirkliche. Unter dieser Internetadresse gibt es dazu umfangreiche Informationen:
http://www.liebeundtod.de/
Im Bereich "Hintergrund" und "Zum Kunstwerk" kann man etwas den Werdegang nachlesen und die Entwürfe zum Bild ansehen:
http://www.liebeundtod.de/de/kunstwerk.html

Mir wäre es wichtig, Ihre Meinung als Betroffene zu hören. Ich gehe bewusst das Risiko ein, Kritik zu erfahren, das liegt in der Natur der Sache, wenn man in der Kunst den Strom der Normalität durchbricht. Ich hoffe es wird aufgrund meiner Darstellungen deutlich und spürbar, dass es sich um eine durchdachte Aktion handelt, dass es gelingt, Fragen zu stellen, Diskussionen zu entfachen und letztlich Bewusstsein zu schaffen. Und natürlich geht es um einen guten Zweck – alle Einnahmen gehen zu 100% an die Deutsche AIDS-Stiftung.

Ich freue mich, wenn Sie sich die Zeit nehmen einen Blick zu werfen und vielleicht ein paar Gedanken dazu notieren.

Viele Grüße
joépa
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon Dennis60 » Freitag 13. November 2009, 17:01

Hallo erst mal . . . .


Räusper . . .nun ich sprech da jetzt mal für mich. Bedingt durch die Tatsache das ich seit xx JAhren HIV + bin und mir pers. der Tod und all das Gedöns drumherum . .ya ya das ist schnodrig und auch nicht schnodrig gemeint . . . mir weder fremd also bekannt ist - . . . .

kunst ist immer persönlich und objektiv betrachtet ne subjektive angelegenheit.
hier in einem forum in dem fast alle direkt persönlich von hiv betroffen sind ist es etwas kühn ein solches projekt hier vorzustellen . . .meine interpretation die natürlichnur meine ist, ganz subjektiv sozusagen.

bzgl des verkaufes . .da werden sie mehr erfolg haben wenn sie dies einer zahlungsfreudigen klientel anbieten . . . . der dezember und berlin beitet sich ja geradezu an.

generell . .eine der vorteile das zu sein was ich bin ist, das ich generell sehr kritisch allen aquirierungsversuchen gegenüber geworden bin. es gibt zuvieles zwielichtige was im namen von hiv sammelt und macht und tut.

wie gesagt - hier sind de profis die sich mit all dem drum herum wie blut, sex und rock n roll auskennen . . .

also nix neues unter der nebligen sonne deutschlands

ich pers steh auf machen. abischterklärungen is nich so mein ding . .aber gut jeder jeck ist anders . .darf er auch sein. da bin ich ganz großzügig . . . :mrgreen:

Eine Frage: Haben Sie sich hier ein wenig eingelen bevor sie hier aufschlugen? :D
Nur wer sich nicht versteckt wird sichtbar und wahrgenommen. Nur der wird gehört werden der sichtbar ist und der seine Bedürfnisse artikuliert.



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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon chulalongkorn » Freitag 13. November 2009, 19:23

Also mein erster Eindruck ist auf jeden Fall:
ein SEHR INTERESSANTES Projekt!

Ich habe grade die Entstehung des Werkes durchgelesen, das ist durchaus interessant, ja spannend zu lesen und es sind auch bereits bei den Visionen und Skizzen bemerkenswerte Entwürfe dabei!
Dass dabei echtes Blut - noch dazu "betroffenes "Blut - eingesetzt werden soll, verleiht der Aktion meinem Empfinden nach eine besondere Intensität.
Ich stelle fest, dass mich diese "Blut-Aktion" wesentlich mehr anspricht als die berühmt-berüchtigten Nietsch-Werke! Der Künstler verzeihe mir den unpassenden Vergleich! Unpassend insoferne, als ich den Blutorgien meines Landsmannes so GAR NICHTS abgewinnen kann!

Wie gesagt, eine beeindruckende Sache so auf den ersten Blick!
Ich werde die Aktion weiter verfolgen und bin auf die Zusammenarbeit mit Gery Keszler und den Life Ball gespannt!

Herzlichst,
Anna, die Positive!
Das Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit
mit 100%iger Letalität!

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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon Dennis60 » Freitag 13. November 2009, 19:30

wie was life ball? habsch da was verpaßt? bin ich etwa oberflächlich? :shock:
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon chulalongkorn » Freitag 13. November 2009, 19:32

Naja, wenn du da auf seiner Seite liest "andere Länder" ....da kommt dann auch mal Österreich dran! Würde sich ja gut treffen,oder? :sorry:
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon Dennis60 » Freitag 13. November 2009, 20:01

JA JA JA . . ich bin oberflächlich :cry: . . . . u.a. . . . . :mrgreen:


als japanophiler Mensch der vieles insbesondere alles was mit traditionellen Werten - Kunst das in Japan untrennlich mit dem Buddhismus verbunden ist liebe finde ich Kalligraphie und Gemälde - Bild was das Design betrifft wie auch die farbliche Gesaltung schwarze Schrift und das rote Siegel eines Shoguns einfach unübertoffen, intensiv und eindringlich.

In Europa ist die polarität von Rot = Blut <-> Leben <-> Liebe sowie Schwarz = Tod <-> Sterben vorgegeben. Insofern liegt deine Assoziation nahe. Unabhängig von einer Konditionierung - es ist Deine Vision und das ist für mich pers das wichtigste. Wie man das was man empfindet - wie man es transportieren will - wie man etwas ausdrücken will, da kann ich auch nur für mich sprechen - sehr subjektiv, sehr persönlich.

natürlich ist die Assoziation von HIV und Blut eines der Bilder die auftauchen wenn man von HIV spricht.

Das Wesen der Kunst oder das was du versuchst in/mit deinem Bild auszudrücken liegt u.a. im Auge des Betrachters.

Vor einigen Jahren hatte ich mit einem Fotografen einige Aufnahen aus meinen Fundus herausgesucht von dem er meinte das sie für eine kleine Ausstellung in einer kleinen Galerie geeignet wäre. Also stellte ich eine Mappe zusammen und präsentierte Sie der Galeristin. Sie schuate sich die Aufnahmen ne Weile sagte und sagte schließlich. Die haben aber keinen Titel. Da war für mich das Thema erledigt.

Das Wesen der Worte bedingt es einerseits das der Beobachter einen Hinweis darauf bekommt was jemand ausddrücken will bzw versucht. Andereseits blockieren Worte - sie machen freie Assoziatioen, Interpretationen die auf eigenen Erfahrungen berruhen können schwer. Insofern bin ich ein gegner von Titelen, Beschreibungen und Erklärungen . . .jedenfalls erst mal.

Möglicherweise ist mein Ansatz ein dilletantischer, für das was man - wer auch immer das ist - unter Kunst versteht zu einfach. Kunst, ein Bild, ein Gemälde, Kalligraphie muß berühren, etwas in mir . meinen Puls meinen Herzschlag bewegen. Passiert das, dann spricht es mich an. Möglicherweise wird da eine Gemeisamkeit die Menschen verbindet, etwas archaisches angesprochen.

Die Idee mit Blut zu malen finde ich genial. Dein Ansatz Kalligraphie und Bild ebenso. und das letzte bild - entgültige gefällt mir gut. es gehört für mich zu der kategorie je öfter ich es mir anschaut umso intensiver - stärker wirkt es auf mich. besnders der stil in dem die figur gezeichnet ist gefällt. diese art der darstellung ein mann - person, schlan und in elegante getragene kleidung - rock - zylinder gekleidet ist ein stil den ich schon bei dem einen oder anderen künstler wahrgenommen habe. auch die stilistische darstellung der schwarzen bäume haben für mich etwas sehr kalligraphisches an sich was mir gefällt . . .

Wie kreiert man einen Paukenschlag? Tja Da diese Worte vorgegeben sind . . .natürlich weiß ich das wenn man auf eine pauke schlägt das Fell - die Bespannung schwingungen erzeugt. Diese Schwingung und deine Worte und deine Technik = Paukenschlag.

Andererseits . . . . dieses Muster findet man wenn man einen Stein auf noch dünnes kaum tragfähiges Eis fallen läßt und eine Slow Motion Aufnahme nacht . . . . .kreise im Eis die von innen nach außen sich konzentrisch ausbreiten . . . . .

gleiches nimmt man wahr wenn man einen Stein ins Wasser fallen läßt . . . .
Schwingungen . . ..Wellen die sich ausbreiten . . . . . ;)

und ich glaube man kann schwingungen - wellenförmig sich ausbreitenden rauch - luft auch sichtbar machen . . . .

was die darstellung von HIV betrifft . . .hmmmmmm. . ein thema solange ich hiv + bin - das sind 25 jahre - ist immer wieder di normalität von hiv + positiven zum ausdruck zu bringen. meistens sind es immer irgendwelche bilder - assoziationen die auf direkt mit hiv zusammen hängen. mein ansatz ist da ein völlig anderer.

wie ist meine sichtweise von "hiv als normalität"

so verstehe ich meine - normalität mit hiv

http://alivenkickn.wordpress.com/2009/0 ... explosion/

http://alivenkickn.wordpress.com/2009/0 ... he-inside/

http://alivenkickn.wordpress.com/2009/06/01/2169/

http://alivenkickn.wordpress.com/2008/1 ... -your-way/

sollt ich dem einen namen geben . . .

a day in the life . . . . :D
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon Leviathan » Samstag 14. November 2009, 10:03

Die Idee des Kunstprojekts gefällt mir, daß die Einnahmen gespendet werden, ebenfalls.

Allerdings halte ich die Sicherheitsmaßnahmen, die auf der Webseite erwähnt werden, für etwas übertrieben.

Sobald das Blut auf dem Bild getrocknet ist, wird ein tatsächliches Infektionsrisiko nach Ansicht von Virologen als extrem gering eingeschätzt. Es ist dennoch vorgesehen, das Bild als Sicherheitsmaßnahme zusätzlich mit Röntgenstrahlung oder Hitze zu behandeln. Danach wird das Bild durch einen Bilderrahmen mit einer Sicherheitsscheibe aus schlagzähem und hochfestem Kunststoff abgedeckt.


Wird denn Blut von bislang untherapierten HIV-Infizierten verwendet? Oder von solchen unter ART? Im letzerem Fall wäre das doch eine gute Gelegenheit auf die positiven Effekte der Therapie hinzuweisen (VL unter NG, erheblich gesunkene bis nicht mehr vorhandene Infektiösität durch das Blut).

Ich habe mir jetzt nicht alle Texte auf der Webseite durchgelesen, aber gibt es denn in der Ausstellung noch Hintergrundinformationen zu den Blutspendern? Wer sie sind (damit ist jetzt nicht die bloße Namensnennung gemeint, da viele Blutspender sicherlich anonym bleiben möchten), wie ihr Leben aussieht, was HIV für sie bedeutet et cetera?

Bei der geplanten Form eines Polyeders für das Bild kam mir als erster Gedanke, daß die Grundform das HI-Virus selbst auch eine Form eines Polyeders darstellt.

Ich wählte im Entwurf eine Parklandschaft bei Nacht, die ich mir in Berlin vorstellen könnte (bei genauem Hinsehen sieht man die Stadtsilhouette mit Fernsehturm) und setzte die Kugel in diese Landschaft, schwebend und lichterfüllt. Gleichzeitig gab ich der Kugel einen wichtigen Gegenpol im Bild, einen namenlosen, elegant gekleideten Herren, der schweigend dieser Erscheinung gegenübersteht. Man mag darin den Tod erkennen.

http://www.liebeundtod.de/de/kunstwerk.html


Mir fiel da spontan dann eher ein Outdoorcruisingarea ein, der durch das Virus ein wenig entvölkert wurde.
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon joépa » Samstag 14. November 2009, 14:58

Vielen Dank für Ihre/Eure intensiven Gedanken @Dennis58, @chulalongkorn und @Leviathan, ich weiß das sehr zu schätzen. Ich möchte zu den gestellten Fragen und Themen noch ein paar Details hinzufügen. Ich nutze mal die Zitierfunktion, damit wird der Post zwar 3 km lang aber sicher übersichtlicher.

Dennis58 hat geschrieben:hier in einem forum in dem fast alle direkt persönlich von hiv betroffen sind ist es etwas kühn ein solches projekt hier vorzustellen

Ja, das hat schon etwas Mut erfordert, hier zu posten. Ich habe ziemlich hin- und herüberlegt. Andererseits ist mir der Austausch sehr wichtig und da liegt das nahe. Ich gehe das Risiko auch ein, kritisiert zu werden.

Dennis58 hat geschrieben:sehr kritisch allen aquirierungsversuchen gegenüber geworden bin

Das ist verständlich. Ich würde an mancher Stelle auch lieber schweigen, wirken lassen und machen. Die Thematik erfordert es aber zu sprechen. Da muss man im gut dosierten Umfang auch offensiv werden.

chulalongkorn hat geschrieben:Dass dabei echtes Blut - noch dazu "betroffenes "Blut - eingesetzt werden soll, verleiht der Aktion meinem Empfinden nach eine besondere Intensität.

Ich bin froh, dass das so gesehen werden kann, das ist genau meine Intention.

chulalongkorn hat geschrieben:Gery Keszler und den Life Ball

Ja - auf Wien freue ich mich besonders!

Dennis58 hat geschrieben: Insofern bin ich ein gegner von Titlen, Beschreibungen und Erklärungen

Absolut! Worte können den emotionalen Zugang verstellen, sie sind die Quelle der Missverständnisse. Andererseits können sie auch helfen, verfeinern und uns beflügeln.

Dennis58 hat geschrieben:und das letzte bild - entgültige gefällt mir gut. es gehört für mich zu der kategorie je öfter ich es mir anschaut umso intensiver - stärker wirkt es auf mich.

Vielen Dank für diese schöne Beschreibung. Wenn diese Wirkung gelingt, habe ich meine Übung gut gemacht. Ich denke das ist die vornehmste Aufgabe der Kunst: zu berühren.

Leviathan hat geschrieben:Allerdings halte ich die Sicherheitsmaßnahmen, die auf der Webseite erwähnt werden, für etwas übertrieben.

Stimmt, das mag sich so lesen, also würde man mit "Kanonen auf Spatzen" schießen. Die Notwendigkeit dieser Sicherheitsmaßnahmen ist weniger medizinisch oder wissenschaftlich zu begründen, sondern juristisch motiviert. Ich muss – vor allem wenn das Bild öffentlich gezeigt wird – meiner Sorgfaltspflicht nachkommen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Ich dachte anfangs, dass man da gar nichts machen muss, da der Kontakt mit der Luft die Viren inaktiviert und das Bild damit nicht mehr infektös ist. Das war auch die überwiegende Meinung von Ärzten und Experten. Dann wurde ich allerdings von verschiedenen Virologen darauf hingewiesen, dass man das so nicht sagen kann, denn es gibt theoretisch die Möglichkeit, das Virus zu reaktivieren (z.B. Blut vom Bild entfernen, entsprechend aufbereiten und dann in den Blutkreislauf einbringen). Es hat einige Zeit und Gedankenarbeit erfordert bis wir herausarbeiten konnten, dass es auf eine Unterscheidung von theoretischer Möglichkeit und praktischer Relevanz ankommt. Wenn man vom Standpunkt einer unfreiwilligen Ansteckung und normaler Handhabung des Bildes ausgeht ist eine Ansteckungsgefahr praktisch nicht relevant. Hierzu habe ich nun eine Bestätigung von zwei anerkannten Institutionen aus dem Bereich Virologie. Um aber zusätzlich Sicherheit zu schaffen werde ich das Bild in einem Autoklav behandeln lassen, das ist ein Dampfdrucksterilisator und mit einer Sicherheitsscheibe abdecken. Ich kann mir vorstellen, dass sich das für einen betroffenen Leser schon seltsam liest, es ist aber aus rechtlicher Sicht notwendig, diese Maßnahmen zu ergreifen ... ich könnte wahrscheinlich ein Buch darüber schreiben.

Leviathan hat geschrieben:Wird denn Blut von bislang untherapierten HIV-Infizierten verwendet? Oder von solchen unter ART?

Ich kann im Moment noch gar nichts dazu sagen, welches Blut verwendet wird, denn es hat sich bisher noch kein Spender für Berlin gefunden. Ich habe das Gefühl, dass einige Personen überlegen, aber es ist noch keine Entscheidung gefallen. Ich habe das einfacher eingeschätzt, da war ich wohl etwas blauäugig. Vielleicht habe ich den Aspekt der Anonymität unterschätzt, denn obwohl es einen gut ausgearbeiteten Ablaufplan gibt (Blutabnahme von 35 ml über den eigenen HIV-Arzt im Vorfeld der Aktion, Kommunikation zu mir nur über den Arzt), bleibt vielleicht doch ein unsicheres Gefühl im Raum oder eine Schwelle, über die man gehen muss. Ich respektiere das auch und gebe mir Mühe Vertrauen aufzubauen, indem ich selbst sehr offen mit dem Thema umgehe, gleichzeitig aber behutsam, wenn es um persönliche Belange geht.

Leviathan hat geschrieben:Im letzerem Fall wäre das doch eine gute Gelegenheit auf die positiven Effekte der Therapie hinzuweisen (VL unter NG, erheblich gesunkene bis nicht mehr vorhandene Infektiösität durch das Blut).

Ich finden den gedanklichen Ansatz, die positiven Effekte der Therapie aufzuzeigen durch die Darstellung der Viruslast im Blut sehr interessant. Dazu müsste man natürlich mit dem Arzt zusammenarbeiten und entsprechende Analyse des Blutes beifügen bzw. kommunizieren. Die Sicherheitsmaßnahmen (s.o.) müssten allerdings trotzdem getroffen werden.

Leviathan hat geschrieben:gibt es denn in der Ausstellung noch Hintergrundinformationen zu den Blutspendern? Wer sie sind (damit ist jetzt nicht die bloße Namensnennung gemeint, da viele Blutspender sicherlich anonym bleiben möchten), wie ihr Leben aussieht, was HIV für sie bedeutet et cetera?

Selbstverständlich könnte der/die Spender auch zu Wort kommen. Ich fände das sehr wertvoll. Ich würde sehr gern ein Statement des Spenders veröffentlichen, seine Gedanken, seine Motivation ... ich würde auch gern mit ihm/ihr telefonieren oder mich gedanklich austauschen. All das ginge ja (wie zum Beispiel auch hier im Forum) ohne Nennung eines Namens. Aber wie gesagt: dazu müsste zunächst ein Betroffener gefunden werden, der bereit wäre zu spenden.

Vielen Dank nochmals, hier dabei sein zu dürfen und so freundlich empfangen worden zu sein!
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon Dennis60 » Samstag 14. November 2009, 15:08

Ein MEnsch der mit Kritik umgehen kann und sich nicht durch die "Verpackung von Worten und dem SchreibStil" abschrecken läßt". . . . . . KUHL . . . . :mrgreen:

Wenn ich wieder mal In Berlin bin würd ich mich freuen dich auf n Kaffee einzuladen . . .
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Re: Ein Kunstprojekt zum Thema HIV/AIDS

Beitragvon joépa » Samstag 14. November 2009, 15:36

Na klar - gern! Kaffee (oder noch lieber: Tee) find ich gut. Ich lebe ja nicht in Berlin, bin aber öfters auch dort.
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