we love farang

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Re: we love farang

Beitragvon thyme » Dienstag 27. Juli 2010, 22:45

ich finde den bericht von dennis sehr treffend geschrieben! und ich finde es schade wenn touris sich viel kultur geben in form von sehenswürdigkeiten und die eigentliche lebendige kultur völlig außer acht lassen. essen und trinken des landes in dem man zu gast ist kennen zu lernen ist essenziell um das land wirklich in sich aufzunehmen. ich habe überall gegessen und getrunken was ich gefunden habe weil ich neugierig war. dafür habe ich gern den ein oder anderen durchfall in kauf genommen. :laugh: mir kann mein horizont nicht weit genug sein.

archimedes: ich schaue mal durch meine vielen hefte welcher bericht für die gruppe am interessantesten ist und schreibe ihn dann für alle hier ab. mit den fotos lasse ich mir mal im detail erklären wie ich die hier reinkriege. aber ich habe schon ein paar lieblingsmotive im kopf.
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Re: we love farang

Beitragvon chulalongkorn » Dienstag 27. Juli 2010, 23:12

thyme hat geschrieben: und ich finde es schade wenn touris sich viel kultur geben in form von sehenswürdigkeiten und die eigentliche lebendige kultur völlig außer acht lassen.

Die Sehenswürdigkeiten sind doch in Thailand allermeistens Tempel und Königspaläste (bzw DER Königspalast in BKK). Grade weil hier die Religion, der Buddhismus, und der König als Gott-König SOOO hoch im Kurs stehen und somit auch den Alltag der Menschen prägen, sind diese Sehenswürdigkeiten doch GELEBTE KULTUR! Da ist gar nichts schlecht dran, wenn man sich als Tourist ein bißchen mit der Vergangenheit und Geschichte eines Landes befaßt! Du kennst ja auch CHULALONGKORN, den absolut allgegenwärtigen Lieblingskönig der Thai - abgesehen vom derzeitigen Bhumipol. Die beiden bzw deren Bilder hängen doch immer neben einander!

Oder Bali, wo die Menschen ihren Alltag sowieso zu 100% der Religion - dem Bali-Hinduismus und dem Animismus - untergeordnet haben! Da gibt es keine Sehenswürdigkeit, die nicht "aktuell" ist und be- und genützt wird! Der Tag beginnt mit Opfergaben und endet mit Opfergaben, um die Geister zu beschwichtigen und bei Laune zu halten. In den Tempeln wird getanzt, gesungen, musiziert und gefeiert, denen sind die Touristen ziemlich egal! Wenn ein Tempelfest ansteht, sind die Touristen sogar oft im Weg und werden "ausgeladen" - bei anderen Gelegenheiten darf man gerne teilhaben. Da in Bali Blutopfer leider Gang und Gäbe sind, mach ich um diverse Zeremonien immer einen großen Bogen .....

Dass ein Besucher eines Landes sich gegen das Essen dort sperrt, finde ich allerdings auch ziemlich schlimm!
Ich kann der Küche in Ghana zwar auch überhaupt nicht abgewinnen, aber ich hab´s wenigstens versucht und esse immer wieder mit oder suche mir was, das ich einigermaßen gut essen kann. Mir schmeckt´s halt dort nicht so. Aber deswegen sperr ich mich doch nicht so von vorn herein und probier das gar nicht! :beating:
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Re: we love farang

Beitragvon Dennis60 » Dienstag 27. Juli 2010, 23:58

ach . . ihr intilecktuellen ernsthaften menschenkinder . . . . . . neben dem körnchen wahrheit habt ihr alle die ironie übersehen . . . . geht mal zum ohrenarzt und laßt euch s hirn durchfreiblasen . . . :overhead:
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Re: we love farang

Beitragvon chulalongkorn » Mittwoch 28. Juli 2010, 07:42

Ich frage mich grade, was ich bei deiner Griechengeschichte nicht kapiert haben könnte, Mister Ober-Intellektuell! ;) :thinking:

Kann´s denn sein, dass du meinen Sarkasmus bei den kabernossifressenden Pseudo-Touristen übersehen hast?
:sorry:

Kurz nach dem Aufstehen, beim ersten Kaffee, soll ich mir´s Hirn durchblasen lassen.....na, sowas!! :coffee:

Schönen Tag dir! :love: :overhead:
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Re: we love farang

Beitragvon Dennis60 » Mittwoch 28. Juli 2010, 07:50

Für Anna . . .
. . .damit sie mir wieder gewogen wird, bleibt und auf ewig sein möge . . . :love:

* * *

To äliniko Kunupi oder Die griechische Schnake


Man trifft sie in jedem Hotelzimmer. Im Gegensatz zur deutschen Schnake ist die griechische Schnake - äliniko kunupi - jedoch eine Schnake der besonderen Art. Während die deutsche Schnake immer in größeren Ansammlungen anzutreffen ist und sich bei Eintritt eines Bewohners in sein Wohn oder Schlafzimmers zu Hause sofort auf ihn stürzen, ist die griechische Schnake von ganz anderer Art. Ja, fast könnte man sagen, daß sie aus der Art geschlagen ist.

Die äliniko kunupi hängt erst einmal unauffällig rauchend und einen Frappe genießend in der äußersten Ecke der Zimmerdecke und unerreichbar für einen Handtuch schwingenden Urlauber und beobachtet. Während des Tages geht von der Kunupi überhaupt keine Aktivität aus. Außerdem ist es für jegliche Aktivität tagsüber eh zu heiß - also warum sich anstrengen. Gegen abend, wenn es sich etwas abgekühlt hat, kommt die Kunupi so langsam in Fahrt. Schließlich fordert ihre Natur ihren Tribut - und der heißt Blut.
Aber alles geschieht mit Bedacht und in großer Gelassenheit. Dies ist überhaupt das wesentlichste Unterscheidungsmerkmal zwischen der deutschen und der griechischen Schnake. Überhaupt ist alles was die äliniko kunupi macht von einer Gelassenheit und Ruhe geprägt, über die sich die deutsche Schnake nur wundern würde.

Mittlerweile liegt der Urlauber vom alltäglichen Programm völlig erschöpft im Bett. Seine letzten Gedanken vor dem Einschlafen sind bei der morgigen Tour - der Ersteigung des Berges Olymp - da kommt der große Moment der äliniko kunupi. Jetzt ist ihre Zeit gekommen. Von Hunger und Durst beflügelt erfolgt der erste Angriff auf das Ohr des Opfers. Hierin gleichen sich alle Schnaken dieser Welt. Es ist immer zuerst das Ohr, das sie ansteuern. Wahrscheinlich gibt es bei allen Schnaken dieser Welt ein Fair Play Gen das da zum Ausdruck gebracht wird. Der Angriff auf das Ohr erfolgt also weniger in der Absicht ihn am Ohr anzuzapfen, als den Urlauber ganz einfach daran zu erinnern, das sein Urlaubsprogramm noch lange nicht zu Ende ist.

Von Panik erfaßt und sein Blut verteidigend taumelt der mittlerweile schlaftrunkene Urlauber aus dem Bett, greift nach einem Handtuch, macht das Licht an und macht sich auf die Suche nach äliniko kunupi. Und nun kommt die zweite Eigenart der äliniko kunupi zum tragen. Während die gemeine deutsche Schnake groß, laut und immer in Bewegung ist, sitzt die äliniko kunupi klein und unscheinbar schon wieder für den Handtuch schwingenden Urlauber unerreichbar in der äußersten linken oder rechten Ecke - je nach Standpunkt des schlaftrunkenen Handtuchschwingers - der Zimmerdecke und amüsiert sich köstlich. Als dieser nach 10 Minuten angestrengtem Suchens die Kunupi dennoch nicht ausfindig machen konnte, legt er sich völlig erschöpft und einem Nervenzusammenbruch nahe, wieder ins Bett. Und diesmal schläft er auch sofort ein, merkt also nichts von dem Biß der Kunupi. Nachdem diese sich gesättigt hat, gibt auch sie sich einem wohlverdienten Verdauungsschläfchen hin.

Nach einem für die Kunupi langem und erholsamen Schlaf von einer Stunde, beschließt sie den Gast daran zu erinnern, das auch des Nachts des Programm weiter geht und das sie es ist, die sagt wann der Gast schlafen darf und wann nicht. Denn schließlich und letztendlich ist der Gast ja deshalb nach Griechenland in Urlaub gefahren um etwas zu erleben, fremde Sitten und Gebräuche kennen zu lernen. Und das Erleben kennt weder Zeit noch Grenzen - und to äliniko kunupi ist beides unbekannt.


:frog2:
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Re: we love farang

Beitragvon chulalongkorn » Mittwoch 28. Juli 2010, 08:15

Ach, diese Kunupi-Geschichte ist absolut köstlich! :laugh:
Ich glaube, ich habe hier neben unseren "grobschlächtigen" österreichischen Gelsen auch ein paar zarte Kunupis im Schlafzimmer!!!! :despise:

Danke für die toll geschriebene Geschichte und liebe Grüße,
deine dir auf immer gewogene Anna!
:love2: :love:
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Re: we love farang

Beitragvon thyme » Freitag 30. Juli 2010, 17:22

ich finde deine geschichten auch köstlich dennis! gerne viel mehr davon!
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