eigentlich hat ja der herr l. die rolle der spaßbremse übernommen - aber heute schlüpfe ich mal hinein:
es ist so wahnsinnig wohlfeil, sich über den "schlechten" geschmack von menschen zu erheben, die man in kaputtmachende und ganz ungesunde verhältnisse gedrückt hat, in denen "guter" geschmack wirklich das letzte ist, was sich zu entwickeln vermag. menschen, denen in diesen verhältnissen nicht durchsichtig werden kann, in welchem ausmaß und mit welcher herzenskälte die fernsehsender ihre lage abgreifen und dem voyeurismus verhökern. ja, es ist wahr, dass sich viele websites füllen lassen mit schlechten tischen und schlechten zähnen, grammatik- und geschmacksfehlern der leute von "unten". und doch wären alle diese dem gespött übergebenen menschen nicht zu dem einzig zählenden verbrechen gegen den geschmack fähig, dem verbrechen einer auf sich selbst wichsenden macht nämlich, zu dem sich etwa schröder und immendorf verbündeten, als sie die ultimative form des staatsporträts auf die leinwand rotzten.
der hier unleidliche reiser





